ʿAin Muṣṭafā Kāschif
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'Ain Mustafa Kaschif (auch Ain (Ayn) Mustafa Kashif, arabisch: عين مصطفى كاشف, ʿAin Muṣṭafā Kāschif ) ist eine archäologische Stätte im Norden der Senke el-Chārga (Ägypten), nördlich des Friedhofs el-Bagawāt. In der Nähe des gleichnamigen Klosters befinden sich weitere archäologische Stätten.
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[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Auto
Um das Gelände zu erreichen, muss man die Stadt el-Chārga im Westen verlassen und den Friedhof Gabbānat el-Bagawāt im Westen umfahren. Von der Windmühle abgesehen, lassen sich alle Stätten mit einem üblichen Auto erreichen. Um zur Windmühle zu gelangen, braucht man ein geländegängiges Fahrzeug (4 × 4) oder muss den Weg zu Fuß bewältigen.
[Bearbeiten] Zu Fuß
Wenn man einmal in Gabbānat el-Bagawāt ist, ist es mit vertretbaren Aufwand möglich, das Gelände auch zu Fuß zu erkunden. Am einfachsten ist es, das Friedhof el-Bagawāt im Norden zu verlassen (und das Ticket nicht zu verlieren, wenn man wieder hierher zurückkommen will) und auf dem Bergrücken bis zu Kloster zu laufen. Im Norden des Klosters führt ein Weg in das Wadi. Von hier aus kann man zu den weiteren Stätten, insbesondere zu 'Ain Sa'af, gelangen.
[Bearbeiten] Mobilität
Teilweise lässt sich das Gelände nur zu Fuß ergründen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Noch bevor man das Kloster ʿAin Muṣṭafā Kāschif erreicht, stößt man auf ein spätkoptisches Doppelgrab aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.
- Unterwegs sieht man vielleicht einige pharaonische Gräber aus der 6. Dynastie im Boden (sie sind aber noch nicht wissenschaftlich erforscht). In den Felsen gibt es zudem christliche Gräber.
- Am Berghang befindet sich eine Sandstein-Ruine.
- Das Kloster ʿAin Muṣṭafā Kāschif (25° 29' 37" N 30° 33' 14" O) ist nach Mustafa, dem Vorsteher der Zollstation, benannt, der in mameluckischer Zeit lebte. An der Stelle der Höhle eines Eremiten aus römischer Zeit, die nun sein Grab und das geistige Zentrum des Klosters ist, wurde das Kloster aus ungebrannten Lehmziegeln im zum Teil eingetieften Fels errichtet: über dem Grab befinden sich das Untergeschoss, des Erdgeschoss, das Obergeschoss und ein heute nicht mehr vorhandenes zweites Obergeschoss. Die massiven Mauern zeigen an, dass das Kloster sich selbst verteidigen konnte. Der Bau datiert in die Mitte des 5. bis ans Ende des 6. Jahrhunderts. Im 7. Jahrhundert wird es durch Brand zerstört, aber wiedererrichtet. Wolfgang Müller-Wiener vermutet, dass das Kloster nach einen Nubiereinfall im 10. Jahrhundert niedergeht. Über den Eingang im Süden erreicht man das Erdgeschoss. Die Raumzuordnung ist schwierig, viele der Räume mit den Gewölbedecken sind Mönchszellen, es gibt ein Refektorium, im Erdgeschoss und Obergeschoss (Südostecke) können Kirchen erkannt werden. Zum Kloster gehören weitere Anlagen im Norden und im Süden und die zweigeschossige Außenanlage im Westen in der Ebene.
- Ungefähr einen Kilometer nordwärts erreicht man das Kloster und die Siedlung ʿAin Saʿaf (arabisch: عين سعف, „Palmwedelquelle“, 25° 30' 24" N 30° 32' 56" O), zu der eine Kirche gehörte. Die Kirche besteht aus einer quer verlaufenden Säulenhalle, einem querverlaufenden Chor und dem Allerheiligsten in Form einer Apsis.
- Von hier aus erreicht man nach ca. 100 m in nordöstlicher Richtung eine Kapelle aus dem späten 5. Jahrhundert (25° 30' 28" N 30° 33' 2" O).
- Die 11 m hohe, viergeschossige römische Wachturm, als Tahunat (el-)Hawa bzw. Windmühle (arabisch: طاحونة هواء, Ṭāḥūnat Hawā, „Windmühle“) bezeichnet (25° 30' 48" N 30° 32' 4" O), ist von 'Ain Sa'af sichtbar, aber nur mit einem geländegängigen Fahrzeug zu erreichen, weil er von Sanddünen umgeben ist.
[Bearbeiten] Unterkunft
Eine Unterkunft wird üblicherweise in der Stadt el-Chārga gewählt.
[Bearbeiten] Ausflüge
Der Besuch von 'Ain Mustafa Kaschif und 'Ain Sa'af lässt sich mit dem des Friedhofs el-Bagawāt verbinden.
[Bearbeiten] Literatur
- Eine wissenschaftliche Darstellung des Klosters von ʿAin Muṣṭafā Kāschif findet man in: Müller-Wiener, Wolfgang : Christliche Monumente im Gebiet von Hibis (el-Kharga), In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo, Band 19 (1963), Seiten 121 – 140, Tafeln XXIX – XXX.

